Laryngektomie

Definition

Larynx bedeutet Kehlkopf und Ektomie die vollständige Entfernung eines Organs.
Insofern handelt es sich bei der Laryngektomie um eine medizinische Operation, bei der der menschliche Kehlkopf entfernt wird.

Ursachen

Der häufigste Grund für eine Laryngektomie ist eine Tumorerkrankung des Kehlkopfes (Larynxkarzinom) oder des tiefen Rachens (Hypopharynxkarzinom).

Die maßgeblichen Risikofaktoren für solche Tumorerkrankungen sind Rauchen und Alkohol. In wenigen Fällen können auch Krebswucherungen aus der Nähe des Kehlkopfes (z.B. Speiseröhrenkrebs), traumatische Schädigungen sowie Schädigungen nach einer Strahlentherapie eine Laryngektomie nach sich ziehen.

Symptome

Als Leitsymptom bei Kehlkopfkrebs kann man Heiserkeit anführen. Wenn der Kehlkopfkrebs an den Stimmbändern oder in der Nähe sitzt, kommt es meist schon früh zu Heiserkeit. Sitzt er jedoch an einem anderen Bereich des Kehlkopfes, so bestehen zunächst oft keine Symptome.

Heiserkeit ergibt sich dann meist erst, wenn sich der Tumor in den Stimmbandbereich ausgedehnt hat. Weitere Symptome sind unter anderem chronisches Husten, störendes Fremdkörpergefühl, Schluckbeschwerden, Atemprobleme.

 

^Therapie

Stimmverlust gehört zu den schwerwiegenden Veränderungen der Laryngektomie. Zur stimmlichen Rehabilitation werden kehlkopflose Menschen von Sprachtherapeuten unterrichtet. Das wesentliche Bestreben dabei ist, eine sich aus der veränderten Anatomie ergebende Ersatzstimme zu erlernen.

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche dieser Möglichkeiten für den Betroffenen in Frage kommt, hängt insbesondere von Art und Ausmaß der Operation ab.

Diese Frage kann deshalb am besten individuell mit dem Patienten, Arzt und Logopäden geklärt werden. Sobald nach der Operation oder Bestrahlung die körperliche Belastbarkeit einigermaßen wiederhergestellt ist, kann und sollte die logopädische Therapie beginnen.

^Literatur

Bücher

Internet

 

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